Tag 77 Edirne- Yenibedir

^

17.10.2022

^

Mit einer rieigen Motivation sprang ich aus dem Bett und bereitete mich auf den Tag vor. Zügig packte ich alles zusammen und nahm ein Käsebrot mit auf den Weg. Schnell spürte ich den kalten Luftzug an meinen Waden, unbeirrt lief ich mit meinem schnellen Schritt fort und bekam mit der Zeit warm. Ich bin froh, dass mein Weg in den Süden geht, da frostige Temperaturen im Norden vorhergesagt wurden. Beim Verlassen der Stadt kam ich noch an dem eint oder anderen schönen Ort vorbei und geniesste nochmals die Stadt. An der Hauptstrasse entlang kam ich gut vorwärts und liess Edirne schnell hinter mir. Neben der Strasse war ein Weg auf der Wiese, als ich diesen Weg entlanglief, sah ich fünf Strassenhunde nicht die im Dunkeln auf dem Weg lagen, schnell zeigten mir die Hunde, wem der Weg gehört und ich ging beiseite. Ich wusste, dass mein Weg von Edirne bis nach Istanbul alles an der Strasse entlang gehen wird und war auf das gefasst, ich nehme es positiv so kann ich viele Kilometer pro Tag absolvieren.

Um halb acht Uhr morgens war es endlich so weit, die Sonne ging auf. Es wurde zäh da es keine 10Grad hatte. Nach dem Sonnenaufgang wurde es allmählich wärmer und das Gemüt wurde auch aufgewärmt. Bereits um 09Uhr hatte ich schon 28km marschiert, was einem Schnitt von 7km/h bedeutet. Die Pause tat mir sehr gut und vor allem das «nichts» tun, dass ich einfach mal meinem Körper und Geist eine Pause gegeben habe und nicht noch am Blog gearbeitet habe. Ich motiviere und pushe mich auch sehr stark, da ich nochmals alles aus meinem Körper abverlangen möchte, bis Istanbul. Am späteren Vormittag fuhr ein VW-Transporter an mir vorbei und der Fahrer machte mir Zeichen und kurz darauf fuhr der Mann vor mir auf den Pannenstreifen. Zuerst dachte ich es sei eine Polizeikontrolle, aber danach sah ich die rumänische Autonummer. Der Mann fragte mich: «möchtest du mitkommen?» Ich zögerte zuerst, stieg aber danach ein. Der Freundliche Mann hiess Mustafa und kam ursprünglich aus der Türkei, lebt aber schon mehrere Jahre in Rumänien. Er ist momentan in der Türkei für eine Zahnkorrektur. Mustafa und ich unterhielten uns auf Englisch und ich erfuhr viel über die Türkei von ihm. Nach 35km Fahrt war es dann auch genug für mich und er lud mich in der Stadt Lüleburgaz aus.

Da es schon Zeit für meine Mittagspause war, lief ich durch die Stadt und suchte ein Platz im Grünen. Nach einer Weile fand ich eine grosse Wiese, wo ich mich hinlegen konnte. Lange blieb ich nicht allein, zuerst bekam ich Besuch von einem Mann aber die Sprachbarriere war schon etwas gross. Der zweite Besuch kam etwas später, als ich am Schlafen war hörte ich etwas hinter mir Rascheln, als ich die Augen öffnete und nach hinten sah, schaute mich eine süsse Katze an. Da ich aber nicht mit einer Katze gerechnet hatte, erschrak ich ein wenig und das Tier ergriff die Flucht.

Da ich noch mir einige Kilometer vorgenommen hatte, brach ich bald wieder auf. Weiter ging es an der Hauptstrasse entlang, die einer Autobahn ähnelte, der Verkehr nahm zu und das Laufen neben der Strasse war nicht mehr so angenehm. Der ekelhafte Gegenwind kam auch wieder zurück und bremste mich ab. Unterwegs kaufte ich bei einem Tankstellenshop noch was ein und benutze noch die Toilette. Ein paar Kilometer später konnte ich noch bei freundlichen Leuten mein Wasser auffüllen, die Leute gaben mit ihr bestes Wasser. Auf der Suche nach einem Schlafplatz sah ich von der Strasse aus ein verlassenes Haus. Im Haus war es zwar windstill aber sehr dreckig und überall lag Bauschutt rum. Hundertmeter daneben fand ich ein gutes Plätzchen zwischen zwei Bäumen, so war ich auch vom Wind geschützt.

Heute lief ich 57km und mit der Autofahrt zusammen legte ich eine Strecke von 92km zurück, so sind es jetzt noch 158km bis nach Asien.

Tag 80 Esenyurt- Istanbul

Tag 80 Esenyurt- Istanbul

In meiner letzten Nacht bekam ich noch Besuch von der Polizei. Mitten in der Nacht standen mehrere Leute um mein Zelt herum und einer rüttelt daran. Ich hörte mehrmals «Polis» ich rief zurück «geh weg und lass mich in Ruhe» auf Schweizerdeutsch. Als ich dann merkte,...

mehr lesen
Tag 79 Fevzipaşa- Esenyurt

Tag 79 Fevzipaşa- Esenyurt

Trotz anstrengenden Tagen erhole ich mich sehr gut und dank den wärmeren Temperaturen, als erwartet, schlafe ich auch sehr gut. Voller Elan und Tatendrang brach ich in den zweitletzten Tag dieser Reise auf. Ich weiss nicht was los ist, aber ich laufe noch schneller...

mehr lesen
Tag 76 Edirne Pause

Tag 76 Edirne Pause

Heute Morgen tat ich etwas, was ich schon lange nicht mehr gemacht hatte, ich schlief aus. Den Wecker hatte ich am Vorabend abgeschaltet und genoss es, bis um 06Uhr am Morgen zu schlafen. Da ich schon früh schlafen ging, war es für mich ausschlafen. Ich frühstückte im...

mehr lesen

Schreib einen Kommentar

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert