Nach der turbulenten Fahrt erreichten wir den Hafen von Dar es Salaam. Bei der A Ankunft waren einige Passagiere sehr bleich. Emilio und ich liefen am Hafen sehr schnell bei den Menschenmassen vorbei die vor allem aus Taxifahrern bestand. Wir ignorierten die Menschen da wir keine Lust auf Gerede hatten. Wir liefen zuerst ein Stück bevor auch wir ein Taxi nahmen. Emilios Firma hatte für ihn ein teures Hotel gebucht. Ich wiederum ging ins gleiche Hostel wie schon beim Zwischenstopp davor.
Dieses Mal wollte ich länger in der grössten Stadt Tansanias bleiben und mir Zeit nehmen um die Stadt anzusehen. Für das Abendessen traf ich mich nochmals mit Emilio. Wir hatten einen gemütlichen Abend und assen sehr lecker. Über die App Bolt bestellten wir uns ein Tuc Tuc. Der Vorteil vom bestellen über die App ist der Fixpreis, da muss man nichts mehr verhandeln. Ich verabschiedete mich von Emilio den er flog am nächsten Tag zurück nach Spanien. Ich dagegen inspizierte die Stadt nach dem Frühstück. Immer dabei war
meine Kamera. Ich hatte sie jedoch stets in meinem Rucksack und nahm sie nur hervor wenn ich ein cooles Objekt sah. Ich fühlte mich zwar wohl alleine, wollte aber für keine Aufmerksamkeit sorgen. Als ich einmal mehrere Fotos knipste, kam ein betrunkener Mann auf mich zu und fragte mich ob er Fotos von mir machen soll..natürlich gegen Bezahlung. Ich dachte mir noch „du willst dass ich dir meine Kamera und mein Geld gebe“ Natürlich, so weit kommts noch! Ich verneinte höflich und verstaute meine Kamera im Rucksack und lief weiter. Dar es Salaam hat sehr moderne Bauten, vor allem der Bahnhof passte für mich einfach nicht dorthin, da er sehr futuristisch aussah. Im Gegenzug sieht man die Armut und ganz einfach Häuser. Das „Slow Leopard Hostel“ in Dar es Salaam war für mich eines der Besten auf meiner Reise durch Tansania. Da das Hostel professionell geführt wurde merkte man dass der Besitzer aus Südafrika stammte. Es war zugleich auch ein Restaurant, da lernte man am Abend auch viele Leute kennen. So wie Christian aus Einsiedeln, wir lernten uns an der Bar kennen. Christian ist wie ich aus dem Kanton Schwyz, lebt aber schon viele Jahre in Kenia und war gerade geschäftlich in Tansania. Mir gefiel die Mischung der Gäste aus geschäftlich und touristisch Reisenden. Wie auch schon erwähnt hat Tansania zwei Teams in der ostafrikanischen Fussballliga, Simba und Yanga. Da beide Teams von Dar es Salaam kommen, informierte ich mich ob ein Team während meines Aufenthalts einen Match hat. Zu meinem Glück hatte Yanga einen Match in der afrikanischen Championsleague gegen ein Team aus Dschibuti. Im Hostel lernte ich Ben aus Argentinien kennen und erzählte ihm von dem Spiel. Ben war sofort Feuer und Flamme und wollte mich unbedingt begleiten. Natürlich hatte ich kein Problem noch einen Mzungu dabei zu haben. Die Manager des Hostels halfen mir schon mit der Reise nach Mafia Island und auch dieses Mal wieder um uns Tickets fürs Spiel zu kaufen.
Ben und ich buchten ein „Tuc Tuc“ bis zum Stadion, die 40 minütige Fahrt kostete keine zehn Franken. Am Stadion angekommen merkten wir schnell die wie die Fussballkultur in Tansania ist. Da wir beide auch Yanga-Shirts trugen, wurden wir wie die Fussballspieler gefeiert. Die Choreos und die Stimmung waren überwältigend. Manche Fans haben das ganze Spiel durchgetanzt und gesungen. Da Yanga 3:0 gewann, gab es einiges zu Jubeln. Ben war anfangs noch skeptisch, was unsere Sicherheit anging. Wir mussten jedoch keine Sekunde Angst haben und wurden wie Einheimische behandelt. Fussball verbindet, da spielt die Hautfarbe keine Rolle. Die letzten Tage in Dar es Salaam nutzte ich fürs waschen und Blog weiterarbeiten und natürlich auch für mich. Die Manager halfen mir nochmals, mit dem Kaufen des Bustickets nach Moshi- meine letzte Station auf dieser Reise. Wie üblich ging es früh morgens zur Busstation los. Ich wurde abgeholt und zur Busstation gefahren, dort bekam ich dann mein Busticket. Vielen Dank den Managern des Hostels fürs organisieren. Knapp fünf Tage Grossstadt Rummel waren auch wieder genug, die Natur fehlte mir mittlerweile schon. Trotzdem war ich sehr zufrieden nach dem Stadtaufenthalt. Auch weil ich die meiste Zeit ein Einzelzimmer hatte.
Das grösste Hightlight war aber sicher das Fussballspiel!









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