Auch in Nungwi ging es für mich in ein Hostel. Dieses hatte mir sogar mein Zimmerkamerade im vorherigen Hostel empfohlen. Als ich ankam, öffnete mir „crazy-man“ die Tür und sagte „Hallo Mr. Switzerland“. Ich musste lachen da ich schon vieles von dem „verrückten Mann“ gehört hatte. Da ich noch nicht viel gegessen hatte gab er mir gratis Frühstück. Mein erster Eindruck war sehr positiv und der Mann ist schon ein wenig verrückt, aber lustig.
Mein erster Tag hier ging ich ganz gemütlich an und besichtigte Nungwi. Da ich auch wissen wollte wo ich die kommenden Tage tauchen lernen werde, besuchte ich auch die Tauchschule.
Da ich in letzter Zeit viel herum gereist bin, blieb ich ein wenig länger als geplant in Nungwi. Im Hostel bei Mr. Crazy und auch in der Tauchschule, fühlte ich mich auf Anhieb wohl. Es tat gut länger an einem Ort zu bleiben. Ich machte mein „Open water Brevet“ und buchte noch vier weitere Tauchtage bei der Tauschschule „Spanish Dancers“ dazu. Zwischen den Tauchtagen plante ich immer wieder Pausen ein.
Zur Abwechslung waren viele Leute im Hostel, weshalb ich auch viele andere Reisende kennenlernte. Wir unternahmen viel zusammen und tauschten Informationen aus. Wenn man hier am Strand ist, wird man alle 10 Minuten von Strandverkäufern angesprochen. Ich umging dass gekonnt, Unterwasser gibt es nämlich keine davon;). Am Tag ass ich meistens bei den Einheimischen für umgerechnet 70 Rappen und am Abend traf ich mich mit meinen neuen Freunden vom Hostel.
Auch ein Grund für meinen längeren Aufenthalt in Nungwi war nicht nur die wunderschöne Insel, sondern auch mein Geburtstag. Der freudige Anlass hatte sich beim ganzen Tauchteam rumgesprochen. Während der Pause von den zwei Tauchgängen wurde ich von meinen Tauchlehrern gefeiert. Da es auch noch mein letzter Tauchtag war, wurde ich noch mit einem T-shirt beschenkt.
Zum Abschluss hatte ich mir ein Motorrad gemietet.
Die Motorrad-Tour war ein voller Erfolg. Ich fuhr einmal um die ganze Insel und sah wunderschöne Orte von Sansibar. Der Verkehr und der Zustand der Strassen waren jedoch eine grosse Herausforderung. Ich war am Abend sehr müde, da ich mich immer wieder auf die anderen Verkehrsteilnehmer achten musste. Auch das Fahren auf der linken Strassenseite machte das die ganze Fahrt nicht einfacher. Das Motorrad und ich kamen zum Glück ohne Kratzer wieder zurück nach Nungwi. Es war eine tolle Erfahrung, auch wenn ich ein paar wenige Male in halbe Meter tiefe Schlaglöcher gefahren bin.
Nach fast zwei Wochen bei Mr.Crazy, ging es zurück nach Stone Town.
Sansibar hatte mir sehr gut gefallen und ich verstehe jetzt, weshalb viele Leute ihren Urlaub dort verbringen möchten.
Es gibt aber auch viele Punkte die mir nicht gefallen hatten und die ich nicht verstehe. Die meisten Touristen gehen nach Sansibar und buchen ein Resort mit Privatstrand. Sie verpassen so den kulturellen Austausch mit den Einheimischen. Was aber Vorteil ist sie können schlafen und werden nicht durch Strandverkäufer geweckt. Es ist auch selbstverständlich, dass das Essen am Strand einiges mehr kostet als bei den Einheimischen und an vielen Orten bezahlt man auch die Touri-Preise. Für mich war es ein Vorteil, dass ich die Preise vom Reisen kannte und ein wenig Swahili sprach. Die Einheimischen sind laut, kennen keine Privatsphäre und fassen dich gerne an. Das ist auch Afrika und dass gehört dazu.









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