Wie jeder Mensch bin auch ich ein Gewohnheitstier. Ich buchte dasselbe Hostel wie vor zwei Wochen. Ich checkte kurz ein und legte meinen Rucksack in mein Zimmer. Eine Gruppe Amerikaner, welche ich vom vorherigen Hostel kannte, waren auch noch in Stone Town. Bevor ihre Reise weiterging verbrachten wir noch ein paar Stunden zusammen. Auch wenn meine amerikanischen Freunde mich verliessen, war ich nicht ganz allein. Zum Abendessen traf ich mich mit Barbora aus Tschechien.
Sie lernte ich bei Mr. Crazy im Hostel kennen. Wir besuchten den Sklavenmarkt, welcher zum Museum umfunktioniert wurde. Da lernten wir viel über die Geschichte in Stone Town. Danach assen wir etwas und schauten uns den Sonnenuntergang an. Es war der letzte Abend von Barbora’s Urlaub und wir tauschten nochmal unsere Erfahrungen aus. Auch dabei wurden wir immer wieder von Einheimischen gestört die etwas verkaufen wollten. Nach einem anstrengenden Tag freut man sich auf sein Bett und auf eine erholsame Nacht. In meinem Fall traf das nicht ein.
In meinem Hostelzimmer war ein Masai der sehr laut telefonierte. Ich war nicht der einzige der ihn darauf ansprach dass wir schlafen wollen. In Tansania gibt es kein Verständnis dafür, da es ja erst 23 Uhr war. Irgendwann ging dann der Masai aus dem Zimmer. Er war die ganze Nacht feiern und kam erst am Morgen zurück. Unser Glück, so hatten wir Ruhe und konnten schlafen.
Ich blieb zwei Nächte hier. Stone Town hat sehr viele geschichtliche Hintergründe und war sehr interessant. Auch hier ist es touristisch, sogar Freddy Mercury lebte eine Zeit lang hier.
Ich schlenderte sehr gerne durch die kleinen Gassen und liess mich treiben. Da Stone Town ein arabischr Handelspunkt war gibt es immernoch einen Gewürz- und Lebensmittelmarkt.
Die Stadt ist nicht sehr gross, deshalb nahm ich am dritten Tag die Fähre zurück nach Dar es Salaam. Beim Warten auf das „Boarding“ lernte ich Emilio aus Spanien kennen. Er war geschäftlich unterwegs. Wir verstanden uns sofort super und hatten tolle Gespräche. Da ich bislang noch keinen Buckelwal, gesehen hatte, war diese Fähre meine letzte Chance. Ich hörte schon davon, dass es Buckelwale im Kanal von Stone Town nach Dar es Salaam gab. Für eine gute Sicht nahmen wir deshalb draussen auf dem Bug Platz.
Es hatte einen starken Wellengang, da waren die Spuckbeutel sehr gefragt. Emilio und ich fokussierten uns auf den Horizont und suchten die Wasseroberfläche nach Wale ab. Stets mit meiner Kamera bereit, wartete ich auf den Moment ab und der kam. Tatsächlich sahen wir drei Buckelwale an der Wasseroberfläche. Trotz des starken Wellenganges rannte ich zur Relling und hielt mich mit einer Hand fest. Die andere Hand drückte ein paar Fotos. In diesem Moment wurden keine Fotopreise geschossen, aber ich erkannte die Rückenflossen auf den Fotos.









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