Auch diese Nacht konnte ich nicht durchschlafen. Dieses Mal nicht wegen einem streitenden Pärchen sondern wegen der Strassenlaterne, welche ich beim Aufstellen nicht gesehen hatte und welche leider die ganze Nacht leuchtete. Als ich dann doch schlief, fing es an zu regnen und so stand ich um halb vier morgens auf um mein Zelt abzudecken. Danach blieb mir noch eine Stunde um weiter zu schlafen. Ich beeilte mich mit dem Zusammenräumen und ass wieder unterwegs, da die Mücken wieder über mich herfielen.
Die ersten Kilometer führten mich entlang der Hauptstrasse. Danach ging es über Landstrassen, ich lief via San Sebastiano, oberhalb von Bergamo, und genoss die wunderschöne Aussicht. Der Aufstieg blieb nicht ohne Spuren, ich spürte, dass mein Körper nicht so richtig wollte und legte auf dem Hügel eine Essenspause ein. Der Weg von San Sebastiano nach Bergamo war wunderbar, ich lief durch die Altstadt und hatte lang Zeit einen Blick von oben auf die Stadt.
Ich traf schon um neun Uhr im Hostel ein und ruhte mich dann aus. Um 13 Uhr durfte ich das Zimmer beziehen und genoss die Dusche, meine letzte ordentliche Dusche war schon einige Tage her. Danach besichtigte ich die Stadt und ass. Ich spürte, dass etwas mit meinem Körper nicht stimmte, mir lief kalter Schweiss den Rücken hinunter und ich hatte kalt bei einer Aussentemperatur von 30°. Ausserdem konnte ich sehr viel Essen, was ich aber gerne tat. Nach meiner kurzen Tour ging ich zurück ins Hostel und ruhte mich aus. Den Abend verbrachte ich mit meinem Zimmerkollegen aus Weissrussland.









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