Nachdem Pausentag freuten wir uns, dass es weiter geht. Als die Marschvorbereitungen abgeschlossen waren und wir los wollten, merkten wir dass die Rezeption nicht besetzt war und wir noch nicht bezahlt haben. Wir legten das Geld ins Zimmer und schrieben unserem Freund Rodrigo, dass er das Hotel noch informieren soll. In Paraguay ist das Leben gemütlicher als in der Schweiz und man bezahlt auch nicht sofort für das Hotel. Als wir unsere ersten Meter absolvierten, war ich wahrscheinlich noch ein bisschen schlaftrunken, da ich uns zuerst in die falsche Richtung navigierte. Anfangs spürten wir die Pause und beide hatten am Anfang noch ein paar Beschwerden, aber die legten sich bei beiden Läufern nach den ersten paar Kilometer. Die Etappe heute war wieder sehr schön, wir liefen auf vielen Waldwegen und es war zudem noch bewölkt. Weshalb wir auch so gut vorwärts kamen. Gemäss der Karte bewegten wir uns auch auf der Hauptstrasse, die aber hier auf dem Land eine bessere Schotterpiste ist. Da es Gestern geregnet hat sind die Wege matschig, aber dafür haben wir den Sand nicht überall. Neben einem Feld trafen wir einen Bauer mit einem «Roger Federer Hut» Wir sagten ihm, dass sein Hut uns gefällt und fragten um ein Foto. Ihn erfreute es, dass wir Schweizer sind so wie der Herr Federer. Auf den Feldwegen reden Joness und ich über Gott und die Welt, heute war ein Thema die Gemütlichkeit der Menschen hier in Paraguay. Nach fünf Stunden hatten wir schon 25Kilometer zurück gelegt und unsere wohlverdiente Siesta gemacht. Wir mussten unseren Platz zweimal wechseln, da unsere Schattenplätze immer mal wieder verschwanden. Während der Siesta fuhr ein alter Traktor vorbei und noch zwei Herren mit ihren Pferden, das war unser Highlight da wir kurz mit den Personen ins Gespräch kamen und die Momente genossen. Nach der Siesta liefen wir noch sieben Kilometer, so dass wir am Ende des Tages auf 32 Kilometer kommen. Die zweite Hälfte des Tages, war es nicht mehr bewölkt und deutlich wärmer, wir fanden bei einem Bauernhof einen Wasserhahn und konnten unsere Reserven nochmals auffüllen. Wir bauten unser Camp neben dem Feldweg und machten ein Feuer, da wir nichtmehr soviel Gas haben und dieses noch aufsparen wollen. Ins Feuer legten wir wieder Kuhdung gegen die Mücken. Zum Glück stinkt getrocknete Kuhkacke nicht, da wir noch unser Essen mittels des Feuers kochten. Den Abend klingen wir beim Feuer aus und betrachten den Sonnenuntergang.
Uns lief es heute sehr gut, wir wollten es aber auch nicht übertreiben und denken die Distanz war optimal, dass wir bis nach Encarnacion keine Pause mehr benötigen. Bis nach Encarnacion sind es jetzt noch 220km und wir rechnen mit sieben Tagen.












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