Tag 40 Split- Pisak

Früh morgens schlich ich mich aus dem Zimmer und versuchte niemanden aufzuwecken. Im Zimmer war die Luft sehr stickig, deshalb schlief ich nicht sehr gut. In der Küche des Hostel bereitete ich mich vor für meinen 40. Reisetag. Mein Frühstück bestand aus Haferflocken, Kokosmilch und Früchten. Die Haferflocken und die Kokosmilch waren ein Geschenk von zwei Mädels, die nach Hause gereist sind. Nach einer Pause nahm ich es am Vormittag meist sehr gemütlich und muss schauen, dass ich nicht zu viel Zeit verliere. Um kurz nach 5 Uhr verliess ich das Hostel und begann die nächste Etappe nach Dubrovnik. Auf meinem Weg aus der Stadt hinaus traf ich drei junge Männer, die auf dem Heimweg von einer Party waren. Da es gestern nicht geregnet hatte, war eine besonders hohe Luftfeuchtigkeit spürbar. Je weiter weg ich von der Stadt kam, desto kühler wurde es und die Luftfeuchtigkeit nahm ab. Während ich der Küste entlanglief, winkten mir einige Leute zu, die beim Frühstücken waren. Der Unterschied zwischen der Stadt und ausserhalb ist schon sehr gross und mir gefällt es besser ausserhalb.

Dieser Weg entlang der Küste war bis jetzt der schönste, da die Farbe des Meeres sehr klar war und es nur wenige Urlauber hatte. Da ich gestern viel an meinem Blog gearbeitet hatte, spürte ich eine Müdigkeit im Kopf und ich war etwas gereizt, was ein Radfahrer aus Deutschland abbekam. Mein Körper jedoch konnte sich in Split erholen und lief ohne Probleme. Nach 17km erreichte ich die kleine Stadt Omiš, von der ich zuvor nichts gehört hatte. So war ich positiv überrascht als ich diese wunderschöne Stadt am Fusse von Felsen und der Festung am Berg sah. Zu der Festung gelangt man durch kleine Gassen in der Stadt, ich fühlte mich wie im Mittelalter. Omiš hatte mir es sofort angetan und ich machte dort eine Pause, bevor ich weiter ging. Mein Weg verlief heute auf Landstrassen mit einer unglaublichen Aussicht. Zu meiner rechten Seite war das Meer und auf der linken Seite und vor mir rundeten Berge das Panorama ab. Ein Paar Socken hatte ich zum Trocknen an meinen Rucksack gehängt. Bis zur Mittagspause hatte ich bereits 37km zurückgelegt und legte mich unter eine grosse Pinie. Während der Pause stellte ich fest, dass nur noch eine Socke am Rucksack war. Genau gleich wie meinem T-Shirt, welches ich ebenso verloren hatte, handelte es sich ach hier um ein Paar, welches ich aussortieren wollte, also ist der Verlust nicht so schlimm.

Während meinem Essen sprach mich ein Pärchen aus Deutschland an, welches ebenfalls im Schatten der Pinie eine Pause eingelegt hatte. Der Herr wünschte ein Foto von mir, da die zwei sehr fasziniert von meiner Geschichte waren. Die zwei waren sehr freundlich und hoben meine Stimmung, da ich sehr müde war.

Nach meinem Mittagsschlaf fühlte ich mich besser und zog sogar vor 16Uhr wieder weiter. Vor einem Einkaufsladen traf ich ein Mann aus Bosnien, der nach Split zu seinen Freunden läuft. Der Mann war sehr erschöpft, da er es sich nicht gewohnt war, mehrere Tage mit einem Rucksack zu gehen. Zum Glück hat der Mann sein Ziel bald erreicht und kann sich dann bei seinen Freunden ausruhen. Ich hingegen freue mich, wenn ich noch einige Tage weiter gehen darf. Nach dem Einkauf lief ich zurück zur Strasse und fragte eine Frau ob ich bei ihr mein Wasser auffüllen dürfte. Die Frau brachte mir dann einen sechs Liter Kanister Wasser und sagte mir, dass ich den mitnehmen darf. Weil der Kanister unhandlich war, füllte ich meine Trinkflaschen ab und liess den Kanister dort. Sie fragte sogar, ob ich sonst noch etwas benötigen würde. Ich kam direkt vom Einkaufen und hatte alles, erzählte ich ihr und verabschiedete mich. Die Leute sind so freundlich zu mir, was mir den Tag verschönert.

Bei einem Rastplatz war dann für heute Feierabend, nach 43km. Von hier hatte ich eine wunderbare Aussicht aufs Meer. Etwas versteckt fand ich eine Wiese, wo ich mein Zelt aufstellte und aufgrund meiner Müdigkeit früh schlafen ging

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