Tag 48: Reconquista-Berna

Die Marschvorbereitungen gingen am Morgen gemächlich vorwärts und wir liessen uns Zeit. Wir beide schliefen sehr gut und freuten uns auf die nächsten Tage. Aus dem Hotel raus, begrüsste uns schon das Morgenrot. Die Tage werden immer länger und der Sonnenaufgang beginnt jeden Tag auch früher. Nicht nur wir waren am vierten Advent früh unterwegs, sondern auch die Argentinier. Wir denken, dass die Leute an eine Messe um 06Uhr gegangen sind und wir Reconquista deshalb nicht ungestört verlassen konnten.

Der Weg gefiel uns und wir liefen ein gemütliches Tempo, das beiden gut passte. Wir wussten, dass es heute 38Grad heiss wird, weshalb ich am Morgen gut vorwärts kommen wollte. An einer Schule konnten wir unser Wasser auffüllen, da die Dörfer alle verlassen waren rief auch niemand die Polizei. Joness und ich kamen noch an einen Fluss. Auf der Seite hat man angefangen eine Brücke zu bauen, diese wurde aber nie fertig gestellt. Zu unserem Glück war der Fluss nicht tief und wir liefen auf die andere Seite, wo der Weg weiterging. Dank den heissen Temperaturen waren die Füsse, respektive dir Schuhe schnell trocken. Das Ambiente des Flusses war sehr schön anzuschauen und Joness machte mit seiner Drohne (Yaga) noch Aufnahmen.

Es wurde immer heisser, aber nach Berna war es nichtmehr weit, weswegen wir uns entschlossen, noch vor der Siesta nach Berna zu gehen. In Berna fanden wir auf dem Weg in den Park noch einen Mercado zum Einkaufen. Eine Frau schenkte uns eine drei Liter Flasche Wasser, welche wir gut gebrauchen konnten. Im Park fanden wir genügend Schatten und machten dort unsere Siesta. Als wir in unseren Träumen versunken waren, fuhr ein Auto zu uns. Ich öffnete meine Augen und sah, es war ein Polizist. Noch im Halbschlaf nahm ich sofort den Pass hervor und streckte dem Polizist meinen Pass entgegen. Das rote Büchlein interessierte den Dorfpolizisten wenig, er wollte uns kennenlernen. Ich erzählte dem Polizisten unsere Geschichte, als Joness erwachte und zuerst nicht wusste, wo er war. Ich sagte meinem Partner, er soll weiterschlafen, da es kein Problem gibt. Der Dorfpolizist war sehr interessiert an unserer Geschichte. Ich fragte, ob wir im Park sogar unser Zelt aufschlagen dürfen, da es immer heisser wurde. Wie bekamen die Erlaubnis des Polizisten und er fuhr weiter. Wir blieben in Berna, da wir keinen Stress haben und das Tempo heraus nehmen vor den «Ferien». Das Dorf war den ganzen Tag leer und wir sahen keine Einwohner, erst am Abend sahen wir Leute spazieren und dass wir nicht alleine sind. In Berna fanden wir eine Tafel, dort drauf stand «Republica da Suiza» also Schweizerrepublik. Wir fanden niemand, der uns das erklären konnte, aber vielleicht kommt das noch. Was wir wissen ist, dass das Dorf von einem Schweizer aufgebaut wurde.

Uns wurde bewusst, dass César uns vor Verletzungen oder vor dem Übertreiben geschützt hat. Dank ihm können wir es gemütlich nehmen und haben bis an Weihnachten keinen Stress. Joness und ich haben am Abend noch zu viel Energie, da wir heute 28km gelaufen sind und uns mehr gewöhnt sind.

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