In der zweiten Nacht an der Tankstelle schliefen wir auch nicht besser. Mücken, Musik und der Lärm der Strasse hielten uns wach. Noch nie waren wir so froh, dass der Wecker klingelte und dass es weiter ging. Als wir unsere Matratzen zusammen legten, fuhr noch der Polizist vorbei, der uns an Heiligabend beschenkte. Sie wollten sicher gehen, dass es uns gut geht und er wusste, wann wir aufstehen werden. Als wir aufbrachen, sahen wir noch Cesar Cuatrin, ein anderer Polizist von Calchaquí, der uns auch half. Wir durften mit ihm noch ein Foto machen und nutzten die Chance und fragten Cesar, ob er uns bis ans Ende der Stadt fahren könnte, so mussten wir die zwei Hotels nicht mehr ansehen. Cesar und sein Kollege fuhren uns ans Ende der Stadt und wir dankten ihm für alles. Wir sind noch keine 50Meter gelaufen, als ein Polizeiauto in die Strasse fuhr, wo wir entlang laufen wollten. Es war unser Freund der Polizist, der am Morgen nach uns geschaut hatte. Er fragte uns, ob er uns mitnehmen soll, er wusste nicht, dass wir vor kurzem schon gefahren worden sind. Trotzdem nahmen wir das Angebot an und wir wurden schon wider gefahren. Dank der Polizei haben wir am Morgen schon 15km zwischen uns und Calchaquí gebracht.
Gelaufen sind wir dann heute schon noch. Es ging für uns zuerst wieder an der Strasse entlang und war nicht spektakulär. Ein Hund wollte sich uns anschliessen. Wir versuchten viel, um den Hund loszuwerden, da wir Angst hatten, dass er noch Überfahren wird. Nach einer Zeit zog der Vierbeiner davon und wir waren wieder ein Duo. Joness und ich trafen noch zwei junge Männer, die vom Ausgang nach Hause fuhren, die zwei Männer sahen sehr fertig aus und wir hoffen, dass sie unverletzt zu Hause angekommen sind.
Ein Eukalyptuswald diente uns als Siesta Platz. Im Wald zog ein kühler Wind, was die Siesta erträglich machte. Joness und ich vergassen, uns Weihnachtsgeschenke zu machen, aber beim Mittagessen hatte Joness noch ein Geschenk für mich. Es war eine Tafel Erdnussbutter die wir von den Hostettlers bekamen. Er hatte diese für Weihnachten aufgespart und die ganze Zeit mitgetragen. Die Tafel war so lecker und die Überraschung ist ihm erfolgreich gelungen. Joness und ich waren beide extrem müde, da wir uns an Weihnachten überhaupt nicht erholen konnten. Während der Siesta konnten wir unseren Schlaf nachholen und danach ging es noch 6km weiter. Zu unserem Glück hatte in La Criolla ein kleines Geschäft geöffnet, trotz Sonntag und 2.Weihnachtstag. Nach dem Einkauf verliessen wir das Dorf und nahmen den erstbesten Platz zum Campieren. Wir stellten fest, dass wir beide erkältet sind und deshalb nicht die volle Energie haben. Nach dem Nachtessen waren wir beide so müde, dass wir nicht mehr viel anstellten und in die Emma (Zelt) gingen und uns für den nächsten Tag ausruhten.
Joness bat mich noch zu erwähnen, dass er extremen Muskelkater in den Armen hat, da er am Freitag bei der Party mit der kompletten Gang Armdrücken machte. Er zog es solange durch bis seine Ellbogen bluteten. Er hat fast alle besiegt.

















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