Tag 8: Yaguaron-Estancia Abelandia

Die dritte und letzte Nacht im Termitenhügel war gut und wir waren bereit weiter zu ziehen. Da wir uns beide einen Sonnenbrand an den Schultern zu gezogen hatten, wussten wir, dass es mühsam werden könnte. Wir genossen den wunderschönen Sonnenaufgang und machten uns auf.

Die ersten Kilometer hatte jeder von uns noch seine Beschwerden, vielleicht waren zwei Pausentagen doch zu viel, ging mir durch den Kopf. Nachdem wir ein paar Kilometer zurück gelegt hatten, fühlten sich unsere Körper wieder gut an. Bei einer Pause fanden wir eine Aloe Vera Pflanze, Joness schnitt sich ein Stück ab und behandelte seinen Sonnenbrand damit. Die Apotheke liegt hier überall im Garten und wir versuchen so viel wie möglich zu lernen. In Paraguarí kauften wir Proviant, da gemäss unserer geplanten Route ca. 50Kilometer ohne Einkaufsmöglichkeiten auf uns zu kommen werden. Wir hoffen, dass wir bei den Leuten um Wasser fragen können, da es heute wieder sehr heiss ist. Für die Siesta suchten wir ein schattiges Plätzchen. Wir fanden einen riesigen Baum, mithilfe des Tarpes hatten wir einen guten Schattenplatz unter dem Baum. Während der Siesta kam ein Mann auf uns zu und stellte sich mit dem Namen Javier vor. Er gab uns Wasser und wir sprachen ein bisschen miteinander. Ich habe seine Nummer, da er unsere Reise verfolgen möchte. Die Gastfreundschaft ist riesig in Paraguay.

Um 1600 Uhr, als die Sonne nichtmehr direkt über uns stand, ging es weiter. Wir hatten keine Beschwerden mehr und wollten noch so viel Meter wie möglich machen. Da wir wussten, dass kein Dorf mehr kommt, hielten wir ständig Ausschau nach Wasser. Ein Pärchen fuhr auf einem Roller vorbei und verkaufte Hühnerfleisch, wir zwei Pflanzenfresser hatten natürlich kein Interesse, aber fragten nach Wasser. Die Frau zeigte uns, dass in 100Meter ein Bach kam. Wir füllten unsere leeren Wasserflaschen beim Bach auf. Joness hat einen Filter, womit wir das Wasser bedenkenlos tranken. Es gibt noch weitere Möglichkeiten zum sicher gehen, da es im Bach kein Valserwasser war. Nach der Trinkpause ging es noch 4Kilometer weiter. Unsere Abläufe sitzen und jeder weiss, was zu tun ist. Das Zelt stand innert Minuten und ich fing an zu kochen. Es gab wieder einmal Pasta. Auch wenn das Essen zu Hause fade schmecken würde, nach 30Kilometer ist es das beste Essen. Als wir uns Bett/Zelt fertig gemacht hatten, fuhr ein Lastwagen hinter dem Zelt durch, dass wir neben der Landstrasse aufgestellt hatten. Ich ging aus dem Zelt und die drei Leuten, wollten mit mir sprechen und fragten, ob wir etwas brauchen können. Solche Momente gibt uns Zuversicht und Vertrauen in unserem Unterfangen.

Der achte Tag neigt sich dem Ende zu und wir sind froh, dass es so gut läuft. Auch dank der Siesta können wir jetzt schon 30Kilometer pro Tag laufen, morgen werden es 35Kilometer nach La Colmena. Wegen der Sonne wollen wir noch früher starten.

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