In einem Dorf in Paraguay hört man die ganze Nacht die Hühner, auf dem Land hat es Vögel und Frösche, die man die ganze Nacht gehört hat. Wir standen früh auf und liefen um 0515 Uhr los. Wir hatten nicht mehr viel zu Essen und Trinken. Bei dieser Zeit braucht der Körper auch viel weniger Energie und wir konnten unsere Lebensmittel sehr gut einplanen. Während dem Laufen sahen wir den Sonnenaufgang. Die Sonnenstrahlen gaben uns sehr viel Energie und Motivation. Wir liefen gemäss geplanter Route, wir passierten eine Tür die offen stand und daneben war ein unbesetztes Lokal. Irgendwann stoppte uns ein Mann auf einem Motorrad, er war zudem noch bewaffnet. Er fragte uns: «Was habt ihr hier zu suchen, dies ist ein Privates Grundstück», wir zeigten ihm unsere Karte und sagten, «dass wir es nicht wussten» Nachdem der Mann telefoniert hat, liess er uns weiter laufen. Uns war plötzlich unwohl, da der Mann eine Flinte dabei hatte. Zuvor kamen wir an ein Kraftwerk ähnliches Gebäude, aber niemand arbeitete (okay, dass niemand arbeitet ist auch nicht unnormal für Paraguay). Wir glauben, dass an dieser Stelle irgendetwas gemacht wird, was sonst niemand sehen darf. Uns wurde gesagt, dass eine zweite Wache am Ende des Areals noch kommt. Wir liefen sicher 90Minuten bis wir an die zweite Wache kamen. Unser Puls erhöhte sich nochmals, aber die Wache war unbesetzt und wir verliessen das Gelände. Wir assen und tranken unsere Lebensmittel leer nach der Aufregung, sahen aber, dass ein Fluss und später noch eine Einkaufsmöglichkeit vor uns lag. An besagtem Fluss füllten wir unser Wasser auf und drei Kilometer später sahen wir eine Familie und der Laden war in der Garage. Das war wohl der Dorfladen. Als Joness und ich den Laden betraten, lief uns das Wasser im Mund zusammen und der Hunger kam plötzlich. Wir kauften: 600g Brot, 6 Bananen, Gebäck und einen Schokodrink und das ganze kostete etwa zwei Franken. In den Städten ist es auch teurer. Wir assen sofort einen Teil und den Rest gab’s zum Mittagessen. Als wir auf unseren Luftmatratzen lagen spürten wir Regentropfen und spannten deshalb unser Tarp über uns, als Regenschutz. Beim Weitergehen nieselte es noc,h aber bei 25Grad Aussentemperatur stört das nicht. Kurz vor La Colmena brauchte ich eine Pause, da ich sehr Hunger hatte und ein wenig müde war. Wir assen noch unsere letzten Brötchen und Cracker. Wir machten uns auf die letzten Meter des Tages. Vor der Unterkunft ging ich noch in den Supermarkt und Joness wartete draussen. Als ich mit dem Einkauf wieder raus kam, merkte ich das ich aufgrund der Müdigkeit zwei, drei Sachen vergessen hatte. Bei der Siesta hatten wir eine Unterkunft reserviert. Wir bagaben uns zu der Unterkunft, aber uns teilte der Nachbar mit, dass der Besitzer vereist war und wir hatten keine Meldung bekommen. Ein anderer Anwohner zeigte uns ein Motel 30Meter weiter. Wir nahmen das erstbeste Zimmer. Nach den gemeisterten 35Kilometer sind wir beide ziemlich im Eimer. Wir kochten schnell und machten uns Bettfertig. Heute ist noch der Unabhängigkeitstag und eine Fiesta in der Stadt, aber trotz der Musik werden wir gut schlafen.
Gestern hatten bei uns beiden die ersten Beschwerden angefangen und heute beim Start dachte noch keiner, dass wir am Abend 35Kilometer absolviert haben. Joness hatte heute einmal Probleme und fiel ein bisschen zurück, aber er hat sich gefangen und kam aus dem Tief raus. Solche Momente werden wir beide noch viele haben auf der Reise.









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