Nach langer Vorbereitungszeit war der Tag endlich gekommen, ich durfte meine nächste Reise zu Fuss beginnen. Ich schlief sehr unruhig weil ich sehr aufgeregt war und es kaum erwarten konnte. Als der Wecker klingelte sprang ich auf, bereitete noch die letzten Dinge vor und sagte meiner Mutter auf Wiedersehen. Meine Mutter sah ich jedoch bald wieder, da sie extra einen anderen Weg zur Arbeit fuhr um mich nochmals zu sehen.
Zuerst dachte ich, dass es mühsam werden könnte, wenn man einen Weg läuft bei dem man jeden Schritt kennt. Aber dem war nicht so und ich kam schnell vorwärts. Auf dem Weg sah ich bekannte Gesichter, was mich sehr motivierte. Nach Brunnen ging mein Weg an der Axenstrasse dem See entlang. Am frühen Morgen erreichte mich noch die Meldung, dass die Strasse zwischen Silikon und Flüelen gesperrt sei. Ich wusste aber, dass ich bis nach Sisikon laufen konnte. Bei der Strassensperre stand eine Polizistin, die mich und zwei Fahrradfahrer passieren liess mit der Bemerkung, dass wir bis nach Sisikon gehen könnten und von dort sonst ein Schiff oder den Zug nehmen müssten. Ich lief weiter in der Hoffnung alles zu Fuss gehen zu können. Die Aussicht war wunderschön auf den Vierwaldstättersee. Nach insgesamt 18km erreichte ich Sisikon, legte am See eine Pause ein und wartete ab, wie es mit der Strassensperrung weitergehe. Ein Mann meinte, dass der Fussweg möglich sei. Da ich genügend Zeit hatte, verbrachte ich einige Stunden am See. Ich lernte den Peach kennen, der mit seinem „Wing Surfer“ am See war. Sein Wassersportgerät interessierte mich sehr und so tauschten wir uns. Zudem lernte ich eine junge Frau namens Natascha kennen, die von Konstanz bis ins Verzascatal laufen will. Nach der Siesta liefen Natascha und ich zusammen bis nach Flüelen auf dem „Weg der Schweiz“. Die Strasse wurde zwischenzeitlich auch für die Fahrzeuge wieder freigegeben, was uns jedoch egal war, da wir unseren Fussweg hatten. Der Weg ist wunderschön und zudem geschichtsträchtig, da man an der Tells-Kapelle entlang geht. Durch die Hitze und den Höhenunterschied kamen wir sehr ins Schwitzen. Als wir in Flüelen ankamen trennten sich unsere Wege, da ich bei Freunden übernachten durfte und Natascha noch ein bisschen weiter lief. Bei meinen Freunden wurde ich kulinarisch verwöhnt und konnte mich gut erholen.
Der erste Tag war fantastisch, ich lernte neue Bekanntschaften kennen mit denen ich im Kontakt bleiben will.









0 Kommentare