Tag 10: La Colmena-Salto Cristal

Nach einer lauten Nacht voller Fiesta und anschliessendem Hühner Lärm – die Hühner in Paraguay hören sich an wie Fan-Gesänge und das die ganze Nacht – noch müde, machten wir uns bereit für den Tag, tranken unseren Tee, machten Yoga und dann das Frühstück. Die Handgriffe sitzen und schnell sind wir bereit um zu marschieren. Als wir das Areal des Motels verlassen wollten, versperrt uns ein riesiges Metalltor das abgeschlossen war den Weg. Joness kletterte zuerst über das Tor und ich gab im die Rucksäcke über das drei Meter hohe Tor. Nachdem wir die erste Hürde genommen hatten, gingen wir zur Bank und kamen als Millionäre zurück, alles auf dem legalen Weg.

Ich merkte schnell, dass ich gestern zu wenig eingekauft hatte und hoffte, dass noch eine Einkaufsmöglichkeit auf dem Weg liegt, da wir nicht wussten ob wir sogar für Morgen noch Reserven brauchen. Heute waren wir auf einem der höchsten Berge in Paraguay, wir waren auf über 540 M.ü.M. Uns gefielen die Höhenmeter, da Paraguay eher flach ist. Auf dem «Gipfel» gab es eine kurze Pause. Joness hatte nach der Pause kurze Beschwerden, aber die legten sich wieder. Auf der Karte suchte ich nach einem Lebensmittelgeschäft und ich sah einen Laden zwei Kilometer neben unserer Route. Ich fragte einen Einheimischen und er sagte mir, dass sich dort kein Geschäft befindet, aber er zeigte auf das Gebäude neben uns und dort war ein kleiner Laden. Wir waren froh, dass keiner von uns zwei Kilometer zurücklegen musste für den Einkauf. Gefühlt kaufte ich den halben Laden leer, aber es hatte kein Wasser, zum guten Glück war unser Tagesziel ein Wasserfall. Auf dem Weg zum Wasserfall gabelte sich der Weg, das Schild sagte Links meine Karte rechts. Wir entschlossen uns den Weg zu nehmen der meine Karte zeigte, da der andere Weg doppelt so lang war. Wir liefen immer weiter in den Wald hinein und wir sahen, dass dort früher Gebäude und touristische Anlagen waren. Alles was in Paraguay kaputt geht, wir nicht mehr angefasst und neu gebaut und so war es auch mit dem Weg. Wir liefen an den alten Weg zum Wasserfall, es hatte dort mal einen Holzsteg der den Weg versperrte. Es hatte zudem noch zwei Barrieren aus Stacheldraht. Auf dem Platz vor dem Weg machten wir unsere Siesta und überlegten uns, ob wir aussen herumlaufen sollen oder es hinunter probieren wollen. Ich probierte es zuerst alleine und ohne Rucksack. Es ging nicht schlecht, aber ich wusste, dass es mit den Rucksäcken, ein anderes Thema wird. Unten angekommen sah ich ein wunderschöner Fluss, der sich den Weg durch die Natur suchte und ein paar Schmetterlinge flogen an mir vorbei. Ich ging kletterte zurück und wir bereiteten alles vor für den Abstieg. Es ging sehr gut zusammen und Joness entliess einen Freudenschrei als er das Paradies von Salto Cristal sah. Die Siesta setzten wir beim Fluss fort und vertrieben uns die Zeit mit: Baden, Essen, Schlafen und Drohne fliegen. Die Dohne machte Bekanntschaft mit dem Wasser, aber sie scheint noch zu funktionieren, was uns sehr erfreut. Ich erkundete den «normalen» Weg, welchen wir Morgen benutzen werden um weiterzugehen. Auf dem Weg liefen mir immer wieder 40 bis 70 Zentimeter lange Echsen vorbei. Man sagt, die Echsen haben mehr Angst vor mir als ich vor ihnen, das bezweifle ich. Nach der Siesta besuchten wir noch den grossen Wasserfall. Es wurden viele Fotos gemacht und wir genossen dieses anmutige Kunstwerk von Mutternatur. Das Zelt stellten wir auf dem Zeltplatz, ausserhalb des Dschungels auf. Wir genossen die Abendstimmung und assen unser Nachtessen. Auf dem Weg zur Toilette erschreckte mich eine riesen Kröte. Joness glaubte mir nicht als ich ihm sagte, dass die Kröte sicher 30 Zentimeter gross sei. Während ich diesen Text schrieb, kam er zu mir und war schockiert von diesem riesen Vieh. Heute liefen wir 28 wunderschöne und abwechslungsreiche Kilometer.

Im Fussball hat die Nummer Zehn eine grosse Bedeutung, da die besten und spektakulärsten Fussballer diese Nummer tragen. So war es heute bei uns auch, es hat alles gepasst, wir müssen keine Bedenken wegen Nahrung haben und waren an einem der schönsten Plätze der Welt.

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