Tag 15 Sona-Villabella

Kurz bevor ich schlafen ging checkte ich wie üblich den Wetterradar und montierte daraufhin das Tarp als Regenschutz. Genau wie vorausgesagt zog ein Gewitter über Sona, mich liess das Gewitter relativ kalt und ich schlief einfach weiter. Am Morgen packte ich das nasse Tarp und Zelt zusammen. Der Regen hörte mitten in der Nacht auf so konnte ich im Trockenen starten.

Heute durfte ich schon wieder einen wunderschönen Sonnenaufgang bewundern und nutzte die Chance und filmte wie ich am Strassenrand mit der aufgehenden Sonne lief. Das Highlight des Tages war mein Durchmarsch durch die Stadt Verona. Auch wenn ich die ganze Route selber geplant hatte und die Städte vorher am Computer angeschaut hatte, war ich von dieser schönen Stadt überrascht. Ich liess mir nicht unendlich viel Zeit in der Stadt, plante aber trotzdem die Route so, dass ich viele Sehenswürdigkeiten sah. Am besten gefallen hatte mir die «Arena di Verona», welches ein römisches Amphitheater war und heute für Veranstaltungen genutzt wird. Verona ist eine geschichtsträchtige Stadt in Italien und ist ebenfalls ein Besuch wert. In der Stadt wurde ich von drei Signore angesprochen und da einer deutsch sprach, fiel die Kommunikation einfacher. Die Herren waren begeistert von meiner Tour. Einer frage: «Was ist das für ein Weg den du läufst» meine Antwort war «mein Weg». Ich lief unabsichtlich einen Teil auf dem Jakobsweg, aber die ganze Route habe ich geplant und ist in meinem verrückten Oberstübchen entstanden, so erzählte ich. Die drei Herren wünschten mir alles Gute und unsere Wege trennten sich. Bei meinem Ausmarsch, fand ich einen Brunnen, wo ich mich kurz wusch. Diese Reinigung tat gut - meine letzte Duschgelegenheit hatte ich in Bergamo.

Weiter ging mein Weg an der Strasse entlang und blieb trist. Ausser wenn mir die Leute winkten oder hupten, brachte mir dies Abwechslung und Motivation. Als die Sonne am höchsten stand erreichte ich in Villabella, direkt gegenüber eines Supermarktes eine kleine Wiese mit Schatten. Die Wiese hatte Dreck drauf, was mich dann auch nicht mehr störte und dort pausierte. Hier wollte ich jedoch die Nacht nicht verbringen, deshalb zog ich am Nachmittag weiter und fand vor einem Lidl ein geeignetes Plätzchen.

Nach dem Einkauf bezog ich mein Nachtlager. Währenddem ich vor meinem Zelt kochte, kam eine Frau zu mir. Die Frau war sehr interessiert und fasziniert. Es erfreute mich, dass die Leute so interessiert sind. Als es dunkel wurde und der Supermarkt geschlossen war, kehrte Ruhe ein und ich konnte schlafen.

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