Obwohl ich auch in dieser Nacht neben der Strasse schlief, konnte ich sehr gut schlafen. Das Tarp kam nicht zum Einsatz, da es nicht regnete. Schnell war alles zusammengepackt und ich war Marsch bereit. Heute konnte ich die Hauptstrasse verlassen, hin zu Nebenstrassen, so komme ich schneller nach Venedig. An meinem Weg kam ich an einen Wasserautomaten vorbei, bei dem man sein Wasser für fünf Cent auffüllen kann. Da ich keine passende Karte besitze, war der Versuch erfolglos. Ein Mann traf soeben beim beim Automaten ein um seine Wasserflasche aufzufüllen. Als er meine Situation erkannt erkannt hatte, liess er mich meine Flasche direkt und er bezahlte für mein Wasser, was ich sehr schätze.
Es passierte nicht viel auf diesem Weg, ich lief an grossen Soja-Feldern vorbei bei 38 Grad, was sich sehr heiss anfühlte. Zu meinem Glück sind die Leute sehr freundlich und ich konnte immer nach Wasser fragen. Nach 37 absolvierten Kilometer erreichte ich Bastia, am Dorfeingang erledigte ich meinen Einkauf. In diesem Supermarkt wurde ich von einem Mann angesprochen, mit welchem ich zu diesem Zeitpunkt nicht das letzte Mal gesprochen hatte, was ich dann aber noch nicht wusste. Nach dem Einkauf lief ich zum Dorfplatz und setzte mich in den Schatten und der Mann von eben gesellte sich zu mir. Ich erzählte ihm von meinem Plan, daraufhin meinte er, dass er sogleich zurückkommen. Fünf Minuten später kam Lino mit einem Blatt Papier wieder zurück. Lino interviewte mich und erzählte mir, dass er über mich schreiben möchte. Lino fragte mich über 15 Minuten aus, was manchmal aufgrund der Sprachbarriere nicht so einfach war. Nach dem Interview ging er wieder und ich konnte meine Pause fortsetzen. Gegenüber von meinem Platz war ein Brunnen, welchen ich nutzte um mich und meine Kleider zu waschen. Schnell waren ich und meine Kleider in der Sonne trocken.
Da ein Gewitter auf zog, lief ich um die Kirche und suchte nach einem Unterstand. Neben der Kirche steht ein Pfarreihaus. Nachdem ich um Erlaubnis gefragt hatte durfte ich unter dem Vordach des Pfarreihauses nächtigen. Der Platz war sehr gut, da ich die Nacht über trocken blieb und nicht mein Zelt auf- und abbauen musste. Plötzlich wurde ich durch Lärm aufgeweckt. Etwa zehn Herren stellten sich unter das Vordach, mit Speis und Trank. Den Platz, den ich auserwählt hatte zum nächtigen, war wohl ein Treffpunkt für das ganze Dorf. Ich habe anscheinend eine spezielle Fähigkeit - vielerorts wo ich schlafe, hat es eine Laterne oder Licht, welches die ganze Nacht leuchtet wie in diesem Fall. Trotz des Lärms welchen die Männer veranstalteten, konnte ich schlafen. Nachdem sie sich entfernt hatten und das Licht löschte, schlief ich sehr gut.
















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