Tag 19: Pro Cosara-Asent 20 de Junio

Am Morgen des 19. Tages wurden wir mit einem riesen Frühstück für unsere Verhältnisse überrascht. Christine muss uns das leckere Frühstück über Nacht bereit gelegt haben. Joness und ich liessen uns Zeit und konnten das Yoga wieder einmal ausserhalb des Zeltes durchführen. Am Morgen war es noch kühl für Paraguay Verhältnisse, weswegen Joness noch mit langen Hosen los ging. Der Weg führte an endlosen Sojaplantagen vorbei, wir probieren uns immer wieder vorzustellen wie das Land ohne Plantagen, dafür mit Urwald aussehen könnte. So wie vor 50 Jahren. Heute ging es von Feldwegen immer mal wieder auf Asphaltstrassen, die Abwechslung tat gut. Beide Läufer spürten nach den Regentagen die Fusssohlen und kommende Blattern. Wir kamen gut voran und nach ca. 20km hielt ein Pick-Up Truck an. Joness und ich dachten schon, dass wir auf Privatem Grundstück laufen und ermahnt werden. Der Fahrer wollte nur mit uns reden und uns ein paar Kilometer mitnehmen, wir konnten das Angebot nicht ablehnen und sprangen auf die Ladebrücke. Der Fahrer heizte über die Schotterpiste mit uns hinten auf der Ladebrücke. Während der Fahrt machte ich ein Video und musste mich sehr gut festhalten, um das Handy nicht fallen zu lassen. Joness und ich genossen die Fahrt und an der Kreuzung zur Hauptstrasse hiess es für uns wieder weiter laufen. Wir tauschten uns noch mit dem Pärchen aus und bedankten uns für die Taxifahrt. Unsere Wege trennten sich, aber wir werden diese Fahrt nie vergessen. An der Hauptstrasse ging es für uns noch 20 Minuten weiter, bis wir in der Nähe von der Tankstelle eine Wiese mit genügend Schatten fanden. Als ich noch kurz abklärte, ob es legitim sei dort Siesta zu machen, hielt ein weiterer Pick-Up Truck bei Joness. Der Fahrer fragte Joness, ob wir Früchte wollen, Joness nahm das Angebot dankend an. Wir konnten die Siesta am Standort durchführen und ich kam zum Gespräch dazu und hörte wie der Fahrer sagte, dass er uns in 30 Minuten die Früchte bringen wird. Um es kurz zu machen, am Ende der Siesta hatten wir immer noch keine Früchte. Wir denken an das Gute im Menschen und er hat es wahrscheinlich vergessen beim Mate trinken.

Die Sonne wir jetzt jeden Tag wieder heisser und das spürten Joness und ich nach der Pause am eigenen Leib. Am Morgen konnten wir noch lange laufen und die Temperatur war noch nicht so hoch, aber nach der Siesta hatten wir wieder 33Grad. In den nächsten Tagen sollte es noch wärmer werden. Das Duo weiss jetzt Bescheid wie man mit der Hitze am besten umgeht. Am Nachmittag sind wir noch 4km weiter gekommen und fanden in Asent. 20 de Junio (Ja, das ist der Ortsnamen) noch ein Geschäft um einzukaufen. Wir wurden sehr stark beobachtet und kamen uns vor als wären wir die Tiere hinter der Scheibe im Zoo. Die Menschen im Dorf sahen zuvor noch nicht viele Touristen. Einige konnten sogar ein wenig Deutsch, da die Deutschenkolonien in der Nähe sind. Es gibt auch einige Japanische Kolonien, was erklärt dass die Leute Asiatisch aussehen aber Guaraní und Spanisch sprechen. Die Einwohner des Dorfes waren aber sehr freundlich mit und wir hatten tolle Unterhaltungen. Am Ende des Dorfes fanden wir ein Plätzchen, wo wir uns niederlassen konnten. So mussten wir den Einkauf auch nicht so weit tragen. Beim Verzehr unseres Nachtessens schauten wir dem Sonnenuntergang zu.

Das Highlight des Tages war die Autofahrt. Die Freundlichkeit mitgenommen zu werden, aber auch das Adrenalin aufgrund des Fahrstiles sind unvergesslich. Ausserdem hätten wir sonst heute keine 35km erreicht. Man darf nicht vergessen, gelaufen sind wir 31km (die Autofahrt haben wir uns verdient).

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