Tag 3: Ypacaraí-Caacupé

In der Nacht wurden wir wieder genervt von den Mosquitos, aber wir waren beide sehr erholt als um 0500 Uhr der Wecker klingelte. Während dem Yoga wurden meine Beine von den Mosquitos gefressen, aber wir spüren die Stiche immer weniger und der Körper gewöhnt sich, mit der Zeit. Ich war froh, als wir aufbrachen, während dem Laufen sind wir kein Fressen für die Viecher. Mit einem wunderschönen Sonnenaufgang im Rücken, waren wir bereit für Tag 3. Da Joness und ich eine Unterkunft bei „AirBnB“ gebucht hatten, war die Dusche und das Bett noch eine weitere Motivation. An diesem Tag mussten wir wieder viel neben der Strasse laufen, aber wir haben uns an den Verkehr gewöhnt. Wir fanden es schon komisch, dass die Strasse aussah wie eine Autobahn, aber es hatte immer noch einen Weg auf der Seite für Fussgänger. Joness hob den Kopf und rief zu mir: „da eine Mautstelle“. Uns war zuerst komisch, aber wir liefen auf die Mautstelle zu. Aufgrund der Mautstelle gab es einen Rückstau bei den Fahrzeugen und wir zwei Wanderer waren die Attraktion. Die Leute winkten und hupten uns aus den Fahrzeugen zu. Als wir durch die Mautstelle liefen, bekamen wir ein „Hola“ von der Polizei.

Auf der Seite nahmen wir ein Gewitter wahr. Bei einem grossen Baum machten wir eine Trinkpause und legten uns die Regenjacken griff bereit, weil es angefangen hatte leicht zu regnen. Eine Minute später regnete es ziemlich stark. Wir beschlossen, uns regenfest anzuziehen. Neben der Strasse flossen Bäche hinunter. Wir merkten ziemlich schnell, dass das Wetter sich sehr schnell ändert. Wir liefen beim Regen weiter, es gibt nur schlechte Kleidung, aber kein schlechtes Wetter. Bei dem starken Regen lief mir Wasser in die Schuhe, da ich nicht wie Joness Regenhosen angezogen habe. Nach ca. 20 Minuten, war das Gewitter weiter gezogen und wir hatten wieder einmal geduscht. Bei einem Supermarkt hatten wir uns unserer Regenkleidung entledigt und ich hatte die Schuhe gewechselt. Beim Supermarkt hatten wir schon die Hälfte geschafft und die anderen 10 Kilometer packten wir schnell wieder an. Wir liefen wieder an einer Strasse, aber was uns motivierte war, dass es Bergauf ging. Zwar nur ein Hügel, aber wir freuten uns, endlich Höhen laufen zu dürfen. Wir kamen Caacupé immer näher und sahen die Kirche (das Wahrzeichen des Dorfes) schon mehrere Kilometer vorher. In einer sehr schnellen Zeit in Caacupé angekommen, machten wir uns zu der Adresse der gebuchten Unterkunft. In der Strasse angekommen, suchten wir das Haus und fragten Anwohner. Joness blieb bei den Rucksäcken und ich suchte die Nummer. Der Standort, den ich bekommen hatte, war nicht korrekt. Ich probierte die Nummer anzurufen, aber der Hausherr und ich sprachen aneinander vorbei. Beim Suchen der Hausnummer hatte ich dann Erfolg. Der Nachbar kam heraus und half uns, er rief den Herren an. Die Besitzer der Unterkunft sahen unsere Reservation nicht, aber das war kein Problem, unser Schlafzimmer wurde noch bereit gemacht und wir waren froh, dass es geklappt hat. Nach der ersten Dusche seit wir gestartet sind fühlten wir uns grossartig und wir stellten fest, dass wir nicht dreckig sondern braun geworden waren. Wir wuschen unsere Kleidung und wurden noch zum Mittagessen eingeladen von der Familie. Wir waren von der Gastfreundschaft sehr berührt und hatten schöne Gespräche. Bei der Siesta konnten wir wieder einmal ein Bett ausprobieren und es fühlt sich schon besser an als die Luftmatze im Zelt. Wir besuchten die Kirche und lernten noch etwas über die Geschichte. Zum Abendessen war dann auch der Sohn der Familie zu Hause und wir hatten noch einen gemütlichen Abend. Wir konnten viel fragen und haben sehr viele Sachen gelernt, z.B. dass wir den Mate Tee falsch und zu schnell getrunken hatten, darum auch die Dröhnung.

Der dritte Tag «lief» sehr gut, wir spürten nichts von den vorgängigen Tagen. Wir sind sehr dankbar für die Gespräche und die Übernachtung bei der Familie. Wir wurden in die Familie aufgenommen und haben immer ein Platz in Paraguay.

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