In der Nacht regnete es ein bisschen, weshalb wir noch vor dem Schlafen gehen das Aussenzelt montierten. Am Morgen war dank dem Aussenzelt alles trocken geblieben und wir mussten nichts mehr trocknen. Da am Vorabend unser Gaskocher und das Feuerzeug gezickt hatten, hatte ich Mühe am Morgen das Wasser für unseren Tee zu erwärmen. Der Gaskocher funktionierte zum Glück beim tausendsten Versuch, aber ich verbrauchte die Gaskartusche und bis wir wieder in einer grösseren Stadt sind laufen wir noch ein paar Tage. Der Rest unserer Vorbereitungen funktionieren planmässig und wir konnten um 05 Uhr los marschieren.
Der Morgen war wunderschön, wir hatten den Mond am Himmel und die Sonne, die sich schon bemerkbar machte. Joness und ich haben uns daran gewöhnt an der Strasse zu laufen und Joness sagte heute noch: «nach einer Zeit ist es egal, wo man läuft, es läuft nur noch». Passender könnte man es nicht beschreiben. Heute war es auch wieder eine lange Etappe bis zum nächsten Dorf, aber wir fanden einen Fluss, wo wir unsere Plastikflaschen auffüllen konnten. Der Fluss war bräunlich und auch das Wasser war eher bräunlich, aber dank dem Filter von Joness können wir solches Wasser auch trinken. Wir trinken nur Wasser von fliessenden Gewässern und nie stehendes Wasser, da sich dort Bakterien ansammeln können, die wir nicht filtern können. Neben dem Weg sahen wir einen Orangenbaum, wir fragten den Besitzer ob wir ein paar Orangen vom Baum nehmen können. Zu unserem Glück war es kein Problem und wir genossen diese leckeren selbstgepflückten Orangen. Wir passierten auch heute immer wieder sympathische Menschen und wurden in Gespräche verwickelt. Die Argentinier sind nicht so schockiert und verstehen es besser was wir tun als die Leute in Paraguay.
Für die Siesta fanden wir einen Platz neben der Hauptstrasse unter grossen Eukalyptusbäumen. Wir genossen die Mosquito freie Zeit und schliefen im Schatten. Nach der Pause waren noch acht bis zehn Kilometer geplant und einen Halt bei einem «Kiosco». Vor Ita-ibate traf ich einen jungen Mann auf dem Roller. Juan und ich tauschten uns aus und als ich zu Joness zurück schaute, sprach er auch mit einem Mann auf einem Roller. Joness wurde sogar gefragt, ob er mitfahren möchte. Mein Laufkollege lehnte dankend ab, da ich keinen Platz gehabt hätte. Wir schossen ein Foto mit Juan und gingen weiter. Dank Google Maps fanden wir einen Kiosco (Dorfladen/Kiosk) und wir fanden alles was wir brauchten. Das Feuerzeug und Toiletten sind sehr entscheidend.
Nach dem Einkauf liefen wir noch 6km weiter und fanden in einem Föhrenwald einen Platz zum Campieren. Wir liefen heute insgesamt 40km und wir beide waren nach dem Abendessen sehr müde und wir freuen uns jetzt auf einen erholsamen Schlaf.
Zitat des Tages
Von Joness: Der nächste Migros ist 16Stunden mit dem Flugzeug entfernt. (Joness suchte am Morgen hektisch nach seinen Unterhosen und fand diese im ersten Moment nicht).
















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