Meine Konstruktion mit Tarp hat sich bewährt, es ist windfest ist und mich warmhält, da meine Körperwärme reflektiert wird. Meine für heute geplante Route führt mich, während 28km, zum Hafen nach Mali-Lošinj und von dort mit der Fähre weiter auf die nächsten Inseln, da ich noch nicht zurück ans Festland will. Im Licht der aufgehenden Sonne lief ich dem Strassenrand entlang. Auf meinem Weg fand ich mehrere Trinkwasser Möglichkeiten, was das Laufen einfacher machte. Bei einem Brunnen wasch ich meine Kleidung, da schon wieder drei Tage seit Pula vergangen sind.
Kurz vor meinem Ziel traf ich einen Mann mit Rucksack an, der mir erzählte, dass er von München bis nach Athen laufe. Verdutzt, da ich nicht daran geglaubt hatte, jemanden anzutreffen der so lange läuft, tauschten wir uns aus über die Ernährung, Schlafplätze und sonstige Sachen welche unsere Wanderungen betreffen. Ich konnte Marc mein momentanes Lieblingsessen weiterempfehlen: Reiswaffeln mit Erdnussbutter und Banane. Das Essen ist: sehr leicht, verträglich und gibt eine Menge Energie. Marc fand den Vorschlag grossartig. Wir verbrachten gemeinsam unsere Pause, gingen einkaufen und besichtigten den Hafen. Da Marc den gleichen Plan hatte wie ich mit den Inseln, beschlossen wir zusammen zu reisen, bis zum Festland, wo wir dann weiterschauen werden, da wir unterschiedliche Tempos und Tagesdistanzen haben.
In Mali-Lošinj hat es eine sehr schöne Strandpromenade und viele teure Yachten zum Begutachten. Uns wurde erzählt, ein Boot mit Stellplatz koste pro Woche Euro 235’000. Das ist für uns zwei viel zu teuer, so bleiben wir zwei Wandervögel beim Laufen, und werden weiter in unseren Zelten schlafen. Vom Hafen in Mali-Lošinj fuhren wir mit der Fähre nach Olib. Während diesen zwei Stunden auf der Fähre luden wir unsere elektronischen Geräte auf und lernten Pete aus England kennen, der von der Insel bis nach Kroatien mit dem Fahrrad fahren will. Es ist schon cool, dass man so viele Gleichgesinnte trifft.
Da Marc und ich erst um 20Uhr auf der Insel Olib ankamen, assen wir in einem Restaurant und wollten die gekauften Lebensmittel für das Mittagessen von morgen verwenden. Nach dem Abendessen war die Sonne bereits untergegangen und das Licht meiner Stirnlampe zeigte uns den Weg zum Strand auf der anderen Inselseite. In kompletter Dunkelheit stellten wir unsere Zelte am Strand auf und gingen direkt schlafen, da wir sehr müde waren.
In 2.5 Tagen durchlief ich die ganze Insel Cres und es war unglaublich, da ich noch nicht ans Festland möchte. Ich freute mich, einen Partner für die nächsten Teilstücke gefunden zu haben, der den selben Plan hat.









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