Um Mitternacht gewitterte es in unserer Umgebung, ich konnte nicht schlafen und beobachtete das Gewitter. Als das Gewitter immer näher kam, sagte ich Joness Bescheid, der nochmals nach draussen ging um das Zelt gewitterfest zu machen. Plötzlich hörte ich einen Schrei von Joness. Ich lege immer am Abend die Sachen bereit, um am Morgen direkt den Tee zu Kochen. In einem der Behälter verschanzte sich eine Vogelspinne, die Joness kurz erschrak. Gekonnt trieb er die Tarantel fort und nahm die Gegenstände unters Vorzelt. Als Joness zurück im Zelt war, fing das Gewitter an, und wie! Es blitzte und donnerte über unseren Köpfen. Wir lagen nur noch im Zelt und waren still. Ein Blitz schlug ein paar hundert Meter neben unserem Zelt ein. Als das erste Gewitter vorbei war, ging es nicht lange und das nächste Gewitter kam. Unser Zelt hält bombenfest und wir blieben trocken. Der Regen und der Wind hielten die ganze Nacht an. Als unser Wecker ertönte, beschlossen wir weiter zu schlafen, bis es nicht mehr regnet. Wir konnten zwei Stunden länger schlafen als sonst. Wir konnten den Schlaf gut gebrauchen, da wir beide in der Nacht nicht viel geschlafen hatten. Ich sagte noch am Morgen, weil wir später loslaufen nimmt uns noch jemand mit.
Das Zelt und der Boden waren nass, aber es regnete nicht mehr als wir aufbrachen. Da es noch bewölkt war, war es nicht so heiss. Wir merkten schnell, dass die Luftfeuchtigkeit höher war als sonst, deshalb liefen wir eine Strecke ohne T-Shirt (das hätte schöne Fotos gegeben). Unseren Proviant mussten wir gut einteilen, da wir nicht mehr viel hatten.
Nach acht Kilometern kamen wir an eine Ranch, Joness und ich entschieden uns nach Wasser zu fragen. Wir fragten eine Frau, die schnell ins Haus ging. Joness klingelte nochmals und ich rief «Hola». Die Frau kam nicht mehr aus dem Haus. Frustriert verliessen wir das Grundstück und liefen weiter. Nach weiteren zwei Kilometern kam ein Auto in unsere Richtung. Da wir Wasser benötigten, winkten wir dem Auto. Als das Auto hielt sah ich, dass es ein Polizeiauto war. Die drei Polizisten stiegen sofort aus dem Auto aus und befragten uns. Nach ein paar Fragen kontrollierten sie noch unser Material. Joness und ich verstanden zuerst nicht wieso wir kontrolliert werden, blieben aber freundlich. Es wurde alles von uns kontrolliert: das Notizbuch von Joness, mein Tablet und unsere Nährshakes. Die Polizisten waren sehr freundlich und es wurden auch ein paar Witze gemacht. Wir bekamen sogar Wasser von Freund und Helfer. Wir durften wieder alles zusammenpacken und ich fragte, ob wir nach der Grosskontrolle bis zur Strasse mitfahren dürfen. Die Polizisten waren einverstanden und wir durften acht Kilometer auf der Laderbrücke des Polizei Pick-Ups mitfahren. Als wir an der Strasse waren, fragte ich noch den Polizisten, wieso wir so gründlich kontrolliert wurden. Der Polizist sagte uns, dass die Frau, bei der wir nach Wasser gefragt hatten, die Polizei gerufen habe. Joness hatte mir gesagt, dass er denkt, dass die Frau die Polizei gerufen hat. Für uns war es kein Problem, da die Polizisten ihre Arbeit gemacht haben und wir bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit mitfahren durften.
An einem kleinen Dorfladen kauften wir genügend ein und assen sofort, da Hunger und Durst gross waren. Wir liefen an der Hauptstrasse entlang, als es wieder zu regnen begann. Als der Regen immer stärker wurde, fanden wir einen Unterstand, denn wir sofort einnahmen. Wir hingen unsere nassen Kleidungsstücke und das Zelt zum Trocknen auf. Nach drei Tagen ohne Empfang konnte ich mich bei Freunden und Familie zurück melden und Fotos Posten. Neben unserem Unterstand war die Polizei von Chaco, Joness ging mit unseren elektronischen Geräten vorbei und fragte, ob wir diese bei ihnen aufladen dürfen. Die Polizei half uns auch ihn diesem Fall. Natürlich wurde auch geschlafen während der Siesta. Es regnete noch eine Zeit und Joness reparierte Emma (so hat er das Zelt nach dem Gewitter getauft). Emma war repariert und die Sonne zeigte sich, so machten wir uns auf unseren Nachmittagsspaziergang auf.
Wir passierten die Provinzgrenze von Chaco und Santa Fe. Dort kamen wir an eine weitere Kontrolle und mussten unsere Dokumente vorweisen. Ich nervte mich sehr über die Kontrolle, da ich es nicht verstand und nur weiterlaufen wollte. Nach einer kleiner Diskussion durften wir weiter marschieren und kauften noch in Florencia ein. Wir trafen noch einen Mann, der unbedingt Instagram mit uns austauschen wollte und ein Fan wurde. Nach 32 absolvierten Kilometern, fanden wir einen geeigneten Platz. Es liefen und fuhren interessante Personen vorbei als wir assen. Einer war total betrunken und fiel fast vom Roller und ein anderer hatte eine Flinte geschultert. Als Joness die Atemmeditation machte und ich am Blog schrieb, hörte ich wie ein Auto neben das Zelt fuhr und sah ein blaues Licht. Ich ging sofort hinaus und wir wurden heute ein weiteres Mal kontrolliert. Die zwei Polizisten hatten ein paar Fragen, gingen aber bald wieder und ich durfte weiterschreiben. Als Joness schon schlief, hörte ich immer wieder Kaimane, so wie wir stinken bleiben die auf Distanz.

















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