Tag 43: Florencia-Villa Guilermina

Neben den Kaimanen hörten wir noch Kröten und Vögel die ganze Nacht. Joness und ich haben uns an die Akustik gewöhnt und wir geniessen es, auch wenn es manchmal sehr laut wird.

In der Nacht hatte es noch einmal geregnet, was den Boden matschig machte und für uns das Laufen schwierig. Wir rutschten immer mal wieder weg und brauchten mehr Kraft als sonst. Da es heute nicht mehr geregnet hat, wurde der Boden besser. Man sah den Feldern an, dass es die letzten drei Tage geregnet hatte, alles war noch vom Wasser überflutet. Das Wasser lockt auch einige Tiere hervor, so sass eine riesige Kröte mitten auf unserem Weg. Die Provinz Santa Fe gefällt uns bis jetzt, da es weniger und kleinere Mücken hat, wir wollen aber noch nichts verschreien. Das interessanteste was wir am Morgen sahen, waren die Kühe, die durch das kniehohe Wasser auf den Feldern rennen. Als wir an einem Haus mit einer Wasserpumpe vorbei liefen, nutzten wir die Möglichkeit und fragten den Herrn des Hauses nach Wasser. Die Achselhaare des Herren waren länger als mein Schnauz, aber der Anblick lohnte sich, da wir Wasser bekamen. Nach 26km fanden wir einen geeigneten Platz für die Siesta. Wir stellten zuerst unser Zelt auf wegen den Stechfliegen, aber die Sonne brannte erbarmungslos auf uns hinunter trotz den Wolken. Auch wenn es bewölkt war, die Mittagssonne ist erbarmungslos.

Der Gaucho dem das Land gehört vor dem wir uns breit machten kam noch vorbei auf eine Plauderei. Er gab uns die Erlaubnis Wasser von seinem Grundstück zu holen. Wir hofften immer noch auf ein kleines Geschäft, da wir das nächste Dorf heute nicht mehr erreichen konnten. Wir liefen am Nachmittag noch 5km und haben morgen noch 8km bis ins nächste Dorf. Auf einer Weide platzierten wir unser Zelt und kochten. Als ich Feuerholz sammelte sah ich einen Giftfrosch. Wir sahen heute noch eine tote Schlange mit markanter Färbung, wir denken es handelte sich um eine Korallenotter (sehr giftige Schlange). Das zeigt uns, dass wir vorsichtig sein müssen und das Gelände gut anschauen müssen. Zum Abendessen gab es für uns beide noch 100Gramm Nudeln, da wir unseren Proviant für morgen rationieren müssen. Es tut uns auch gut mal weniger zu Essen, auch wenn wir von Raclette und Co. träumen.

Am Abend filterte Joness noch das Wasser und ich schrieb am Blog, als ein Mann zu uns kam. Er wollte wissen was für Zwei auf seinem Land sind. Als wir ihm alles erklärten war er ein Fan von uns und machte für seine Familie ein Video. Heute lief alles ohne Polizeikontrolle, was uns freut.

Joness möchte Franklin danken, dass du ihn mit dem Campingfieber infiziert hast. Dank dir kommen wir trocken durch die regnerischen Nächte. Danke auch von mir, dass du Joness als kleiner Junge vorbereitet hast, jetzt ist er mit mir bereit für die grosse Welt.

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