Tag 52: Margarita-Calchaquí

In der Nacht gab es dann keine Zwischenfälle mehr und wir konnten uns erholen. Dank den wundervollen Geschenken gab es genug zum Frühstück und gestärkt ging es los. Wir wählten wieder den direkten Weg entlang der Strasse, so dass wir schnell unser Ziel erreichen konnten.

Der Weg war nicht sehr interessant, aber wir waren schnell. Auf einmal überholte mich Joness, was mich sehr freute, da das schon länger nicht mehr vorgekommen ist. Ich wusste, dass mit meinem Kollegen alles in Ordnung ist und er sich wieder wohlfühlt, nach seinen Beschwerden. Nach knapp vier Stunden sind wir in Calchaquí angekommen und lernten Walter kennen. Wir erzählten Walter, dass wir noch zwei Tage in Calchaquí bleiben und er lud uns auf ein Getränk ein in den kommenden Tagen. Kurz darauf wurden wir von einem Restaurantbesitzer zum Abendessen eingeladen, worauf wir uns sehr freuen. Am Ende des Dorfes bekamen wir  noch von den Leuten ein Weihnachtsgeschenk. Es war ein Plastiksack gefüllt mit: Panetone, Kuchen und Nüssen. Nach diesen wundervollen Menschen freuten wir uns auf unser Hotel.

Im Hotel angekommen bekamen wir ein super Zimmer und freuten uns auf die Pause. Endlich durften wir uns wieder einmal reinigen und in ein Bett legen. Wir schliefen, telefonierten und genossen die Pause, als plötzlich der Hotelbesitzer ankam und uns mitteilte, wir müssen das Zimmer wechseln. Wir verstanden zuerst die Situation nicht, mussten aber einwilligen. Um in das andere Hotel zu kommen fuhr uns der Besitzer, wir mussten aber auf der Ladefläche des Pick-Ups platznehmen und waren zum ersten Mal nicht zufrieden damit. Im anderen Hotelzimmer angekommen, bekamen wir ein schäbiges Zimmer. Wir diskutierten mit dem Hotelbesitzer, es hatte aber keinen Sinn. Wir müssen die Situation zuerst mal sacken lassen.

Als eine Zeit vergangen war, wurde unsere Stimmung nicht besser. Das Internet funktionierte überhaupt nicht und wir wollten über Weihnachten, am Blog und an den Videos weiterarbeiten. Die Toilette befand sich nicht im Zimmer und hatte nicht einmal eine Toilettenbrille. Zuerst waren wir in der Lobby des Hotel Colon und dort konnte man das Internet gebrauchen um zu Telefonieren, aber bei unserem Zimmer hatten wir keinen Empfang. Wir sahen auch mehrere freie Zimmer die sehr gut ausgestattet waren und wir bekamen eine Abstellkammer. Am Nachmittag wollten wir wieder in den Eingangsbereich des Hotels, zu unserem Unmut mussten wir feststellen, dass der abgeschlossen war. Also sassen wir vor abgeschlossener Tür, das wir ein wenig arbeiten konnten. Der Hotelbesitzer kam für einen Besuch vorbei und war überhaupt noch Zufrieden, dass wir vor dem Tür sassen und Picknicken. Die Situation lief aus dem Ruder, wir zeigten dem Herrn Deutlich, dass wir nicht Zufrieden waren. Er sagte nur immer: «Ich kann nichts anderes tun, alle anderen  Zimmer sind vergeben». Was wir nicht glauben, da mehrere Zimmer leer standen. Joness wurde sehr laut und fing an den Herren auf Schweizerdeutsch zu beleidigen, es ging so weit das Joness sein Handy wegwarf und laufen ging. Ganz Schweizerisch versuchte ich die Situation zu beruhigen und sprach mit dem Hotelbesitzer «Normal». Das einzige was er tat, er montierte einen Internetrouter in unserem Zimmer, dass das Internetproblem gelöst war. Joness entschuldigte sich für seinen Ausraster und kam dann zurück ins Zimmer. Das Internet war schwach und wir konnten immer noch nicht Arbeiten.

Um auf andere Gedanken zu kommen gingen wir zu Marcelo, dem Restaurantbesitzer der uns am Morgen zum Abendessen eingeladen hatte. Wir teilten ihm schon beim Kennenlernen mit, dass wir Vegetarier sind. Als Marcelo überlegte lange nach Vegetarischen Gerichten. Marcelo hatte Pommes Frites und Pizza auf der Speisekarte, was für uns sehr gefiel. Marcelo war nach unserer Bestellung immer noch am Überlegen, was es für Vegetarische Kost gibt. Joness konnte ihm klarstellen das Pizza und Pommes ausreichend sei. Unser Abendessen war sehr lecker und wir hatten eine Gute Unterhaltung mit Marcelo und seinen Freunden. Da wir sehr Müde waren gingen wir früh zurück in unserem Zimmer und waren gespannt wie die Welt am nächsten Morgen aussah.

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