Tag 52/53 Tirana

Obwohl ich ausschlafen könnte, möchte ich meinen Körper im Rhythmus halten und stehe darum auch an meinen Pausentagen um 4 Uhr auf. So kann ich in Ruhe für meinen Blog schreiben und den Morgen geniessen, also so die Idee. Da das Hostel Gäste von der ganzen Welt beherbergt, kam es an diesem frühen Morgen anders. Ein Gast aus Ägypten kam mit seinem Gebetsteppich ins Wohnzimmer und betete. Für mich kein Problem und ich versuchte, so leise wie möglich zu sein. Im ersten Moment war ich auch sehr verdutzt, als der Mann anfing zu beten, aber ich fand es auch cool, da ich sonst noch nie einem Moslem beim Beten zusehen konnte.

Nach der Arbeit kam das Vergnügen, ich kaufte bei einer Bäckerei viele Köstlichkeiten ein und frühstückte ausgiebig. An meinem ersten Pausentag in Tirana lief ich planlos umher und liess mich treiben. Weil in dieser Stadt alles nah beieinander liegt, sah ich so schon einiges. Später lief ich dann noch zum Park und eine Runde um den See. Mir gefallen Städte wo man auch noch Natur hat, und das hat Tirana definitiv. Den Rest des Tages verbrachte ich sehr gemütlich und ass sehr viel. Ich nutzte die Zeit sehr gut und ging am Abend noch mit Freunden aus.

Am zweiten Morgen stand ich wieder so früh auf um zu schreiben und Videos zu bearbeiten sowie hochzuladen. Lange blieb ich nicht allein, weil ein Mann aus Israel schon sehr früh anreiste. Mein ägyptischer Kollege betete wieder beim Sonnenaufgang in Mekka. Ich mag es wie schnell man sich in den Hostels vertraut ist und es sich anfühlt, als würde man sich schon länger kennen. Die Bäckerei-Mitarbeitende kannte mich auch bereits und sie wusste, was ich wollte. Um 10 Uhr nahm ich mit zwei Australiern an einer «Walking-Tour» quer durch die Stadt teil, um mehr über die Stadt und das Land zu erfahren. Die Tour war sehr interessant und ich konnte eine Menge lernen. Nach einem leckeren Mittagessen gönnte ich mir im Hostel einen Mittagsschlaf. Am Nachmittag bearbeitete ich einige Videos und lernte Albanisch. Natürlich kam meine Familie auch nicht zu kurz und ich tätigte ein paar Telefonate.

Tirana gefiel mir super. Auch hier spürt man die Mentalität der Leute, welche es einfach macht, das Land und die Leute zu mögen. Ich bin immer noch unschlüssig für welche weitere Route ich mich entscheiden soll. Da es kalt wird könnte es in den Bergen bereits schneien. Ich werde morgen die Stadt verlassen und dann spontan schauen, ob ich noch in die Berge gehe oder eine weitere Stadt in Albanien besuchen werde.

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