Die Nacht war super angenehm und ich kann mich gut erholen, wenn ich in einem Bett schlafe. Die Störgeräusche fallen Weg und das macht einen riesigen Unterschied. Leise verliess ich das Haus und bemerkte, dass es leicht regnete. Da es warm war schützte ich nur meinen Rucksack vor dem Regen und ich lief mit Shirt und kurzer Hose los. Da ich mich weiter in den Süden bewege und auch nicht mehr in den Bergen bin, spüre ich schon den Temperaturunterschied. Nach ein paar Kilometer bemerkte ich die Müdigkeit, da meine letzte Pause in Tirana vor acht Tagen war und ich grosse Etappen lief war es auch verständlich. Morgen gibt es dann eine Pause und mein Körper kann sich dann erholen. Von meinem Schlafplatz nach Thessaloniki waren es bei Losgehen noch 85km und 73km sind an der Hauptstrasse entlang, daher war es manchmal schwierig mich zu motivieren, vor allem in der Dunkelheit. So ein wunderbarer Sonnenaufgang kann viel ausmachen und Energie freisetzen.
Auf der Suche nach Wasser kam ich an eine Tankstelle. Ich fragten den Tankstellenwart nach Wasser und ich durfte von seinem Wasserspender meine Flasche auffüllen. Als ich meinen Rucksack anziehen wollte, gab mir der Mann zwei riesige Äpfel und eine Birne. Ich erzählte ihm danach meine Geschichte und der Mann viel fast vom Hocker und konnte es kaum begreifen. Ich verabschiedete und ging weiter, da es immer wieder regnete blieb der Regenschutz über dem Rucksack. Auch wenn die Luft draussen war, kam ich gut vorwärts. Um 11Uhr hatte ich schon 35km zurückgelegt, aber dann fingen die Probleme an. Überall in den Beinen zwickt es, ich biss auf die Zähne und lief weiter, da ich nicht gescheites für eine Pause fand. Ich dem Urbanen Gelände fragte ich vier Männer, die vor einem Lokal sassen nach Wasser. Wie kann es anders sein, konnte ein Mann Deutsch da er in Basel gelebt hat und sein Sohn arbeitet in Luzern. Die Männer füllten meine Wasserflaschen auf, sagten aber mir, aber auch ich könne nicht weitergehen und werde nichts zum Schlafen finden. Ich bedankte mich fürs Wasser und ging, wie viele Male ich schön gehört habe, dass es etwas nicht geht und trotzdem funktioniert es immer wieder. Lange musste ich nicht mehr suchen und fand einen Feldweg neben einem Baumwollen Feld.
Die Wolken, die am Vormittag noch vor der Sonne standen, verzogen sich dann und es wurde Heiss. Ich schlief über den Mittag und machte ein paar Dehnübungen, da ich morgen nach Thessaloniki möchte. Als ich wieder startete, hatte ich Mühe in die Gänge zu kommen und brauchte ein paar Kilometer bis wieder alles funktionierte. Danach hatte ich keine Probleme und lief 13km durch. Auf meinem Weg sah ich viele Baumwollen Felder und Lastwagen Anhänger gefüllt Baumwolle. Bei einem Platz konnte ich zu schaue, wie ein Radlader einen Lastwagen mit dem weissen Zeug füllte, überall neben der Strasse lag Baumwolle. Da ich noch nie Baumwolle live sah, war es für mich ein Erlebnis. Nach unglaublichen 53 gewanderten Kilometer kam ich in Chalkidona an. Ich kaufte bei einem Supermarkt ein und sass mich gegenüber zur Kirche und kochte dort. Als ich einen Pastor sah fragte ich ihn: «ob es in Ordnung sei, wenn ich neben der Kirche, auf dem Rasen mein Zelt aufstellen würde, um zu schlafen?». In dem Moment lief der sein Chef der «Papa» vorbei und er fragte ihn. Der «Papa» sagte sofort «Ja, kein Problem» und fragte mich danach «ob ich etwas zu Essen habe?» ich antwortete mit «Ja, ich habe gerade eingekauft» und der Mann ging in den Supermarkt und kaufte Kekse für mich. Er sagte mir nach falls jemand fragte, solle ich den Leuten sagen «Papa hat gesagt ich darf hier Zelten». Da ich weiss, dass in Dörfern ein Pfarrer oder Bischof mehr zu sagen hat, als die Polizei hatte ich auch keine Bedenken.
Am Morgen dachte ich mir noch, was werde ich Heute schreiben, der Tag ist so langweilig. Das ist das Schönste auf meinen Reisen: ich weiss nie was passiert und seit den letzten Tagen, passieren so schöne Sachen, ich bin so dankbar.



















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