Eine schöne Abwechslung fiel mir auf als der Wecker ertönte. Es war angenehm warm mit 14Grad. Es liegen Kleidungsstücke und Seidenschlafsack immer griffbereit, aber diese Nacht ging es ohne. Beim Abendessen kam eine Hündin zu mir und sie war auch eine Weile bei mir, ich sagte ihr: «Um 05Uhr starte ich Morgen, wenn du mitkommen möchtest». Am Morgen dann die Ernüchterung, es war kein Hund und auch an Tag 71 startete ich allein. Ganz allein blieb ich auch diesen Morgen nicht. In den Dörfern wurde ich von den Hunden bemerkt, die mich alle lautstark anfeuerten. Der Weg, den ich bestritt, war wunderbar. Ich lief alles an der Küste entlang und da der Vollmond vor drei Tagen war und auch jetzt noch ziemlich stark den Weg beleuchtet, komme ich ohne Stirnlampe aus. Nach zehn Kilometer ass ich noch: die letzten zwei Scheiben Toast, den Käse und mein Glas Erdnussbutter zu Ende auf. Mein Proviant teilte ich sehr gut ein und nach 17km erreichte ich, dann auch ein Dorf. Bei dem erstbesten Geschäft, welches ich vorfand, kaufte ich ein. Als ich weiter durch das Dorf lief, stellte ich fest, dass noch mehrere Geschäfte und gar noch eine Bäckerei kam. Das war mir dann aber auch egal, Hauptsache ich hatte was zu futtern und gehörig gestärkt, konnte ich die letzten sieben Kilometer in Angriff nehmen.
23 km sind für mich nicht mehr ein Riesending und da ich sehr motiviert bin, erreichte ich Alexandroupolis, nach neun Uhr. In der Nähe von dem Hotel, welches ich reserviert hatte, setzte ich mich an den Sandstrand und geniesste es angekommen zu sein. Ich war nicht ganz allein, da ein kleiner Rastplatz sich neben mir befand, waren dort auch noch andere Wildcamper und Reisende. Ich lernte Sara aus Spanien kennen die mit ihrem Fahrrad auf dem Weg nach China ist. Wir verstanden uns sehr gut, nur bei dem Thema mit der Reisegeschwindigkeit, waren wir uns nicht einig. Sara radelt 4-5 Stunden am Tag und das sehr gemütlich und in dieser Zeit macht sie die gleiche Distanz wie ich. Das Schöne ist, dass jeder seine eigenen Geschichten schreibt und Jeder reisen kann, wie er mag. Später gesellte sich noch ein Finne zu uns. Der Mann reisst mit seiner Familie mittels eines Busses umher. So standen wir da, drei Reisende und jeder hatte seine eigene Geschichte und Erfahrungen, es war grossartig sich austauschen zu können, da wir schlussendlich trotzdem alle sehr ähnlich waren.
Kurz vor dem Mittag verabschiedete ich mich, da aber die finnische Familie noch eine Weile dortbleiben wird und Sara ins gleiche Hotel wie ich gehen wird, wusste ich, dass wir uns nochmals sehen werden. Das Check-in lief sehr einfach und unkompliziert ab und ich war überrascht, dass ich schon ins Zimmer konnte. Im Zimmer nutzte ich sofort, die Dusche und wusch später noch meine Kleidung. Da sich mein übergrosser Appetit bemerkbar machte, ging ich in die Stadt und ass leckere Köstlichkeiten. Nach dem leckeren Mittagessen spazierte ich durch die Stadt und kaufte noch Socken ein, da ich dringend neue benötige. Nach einer Weile lief ich zurück ins Hotel und erholte mich von der letzten Etappe. Am Abend ging die finnische Familie besuchen und während unserem Gespräch, tauchte ein Delfin im Meer auf! Was für ein toller Moment. Zum Glück war das Tier für meine Kamera zu weit entfernt und ich konnte den Moment geniessen. Zum Abschluss vom Tag telefonierte ich noch mit Freunden und Familie und freute mich danach auf eine Nacht in dem Hotelbett.









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