Obwohl ich nicht viel zum Zusammenpacken hatte, kam ich nicht sofort in die Gänge. Ich trank meinen Tee und frühstückte noch im Hotelzimmer, bevor es für mich wieder los ging. Noch einmal konnte ich die Stadt anschauen, welche mir sehr gut gefällt. Ausserhalb der Stadt sah ich viele Anhänger, die mit Baumwolle gefüllt war und ein riesiger Haufen, der zum Hineinspringen sehr einladend war. Ausserhalb der Stadt machte ich Gebrauch von meiner Stirnlampe, der Verkehr zu nahm und die Strasse weniger beleuchtet war. Auf einmal konnte ich meinen geplanten Weg nicht gehen und musste durch ein kleines Dorf laufen. Der Grund dafür war eine eingestürzte Brücke. Da alles immer einen positiven Aspekt hat, lief ich aufgrund der Brücke durch das Dorf und konnte nochmals einkaufen. Ich sah erst heute Morgen auf der Karte, dass ich plötzlich keine Einkaufsmöglichkeit mehr haben werde. Trotz kleinem Umweg konnte ich meinen Rucksack noch füllen und sprach mit den Einheimischen, die ein wenig Deutsch konnten.
Mit gefülltem Rucksack ging es aus dem Dorf hinaus und auf Naturstrassen Richtung Norden. Die Aussicht war traumhaft, klar gefällt mir das Meer, aber wenn ich abseits von den Städten in der Natur sein kann und Berge sehe, geht mir das Herz auf. Ich bin mir schon gewöhnt, dass ich nach einer Pause ein «Ziehen» spüre vom Laufen. So etwas beruhigt mich gar nicht, da sich mein Körper wieder einlaufen muss. Am nächsten Tag wird wieder alles in Ordnung sein. Vor der Mittagspause musste ich nochmals einen Umweg aufgrund einer eingestürzten Brücke gehen. Das Bauamt hat wohl momentan einiges zu tun. Ich schrieb schon länger nicht mehr über den Abfall, der überall liegt, da es für mich normal geworden ist und es mir auch nicht mehr auffällt, da es beinahe dazu gehört. Aber am heutigen Tag passierte ich noch einen Abschnitt, der einer Mülldeponie ähnelte, trauriger weise aber keine war.
Bereits zur Mittagspause hatte ich schon 38km absolviert. Das ich nicht die perfekten Plätze für meine Pausen suche, hatte ich am Mittag wieder bewiesen. Ich nahm den erst besten Platz, den ich fand und legte mich dann hin. Nach dem Mittagsschlaf merkte ich, dass ich ein wenig erkältet bin. Da ich noch circa zwei Tag bis in die Türkei brauchen werde und im letzten Land meiner Wanderung eine kleine Pause noch machen werden, hoffe ich, dass mein Körper bis dahin durchhält. Beim Laufen spüre ich aber keine Anzeichen und mein Körper marschiert ohne Probleme, so wie auch nach der Mittagspause. Mein Tagesziel lag bei 46 km, da ich aber noch ein Dorf passieren wollte, um nochmals einzukaufen, legte ich schlussendlich 49 km zurück. Inmitten eines Waldes fand ich ein gutes Plätzchen für die Nacht. Beim Abendessen lief ein Mann durch den Wald und gab mir den Rat: «vorsichtig zu sein» anscheinend seien Personen aus Pakistan und Marokko in dem Gebiet und «gefährlich». Ich weiss nie wie ich mit solchen Tipps umgehen soll, da ich glaube es ist sicher Wahrheit dahinter. Aber man darf nicht alle Leute in die gleiche Schublade stecken.
Klar denke ich daran, was mein Freund gesagt hat und dass der Grenzübergang im Norden ein Problem mit illegalen Immigranten hat. Aber ich sehe das locker und gehe meinen Weg weiter.









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